Frohe Festtage!

Die Deutsche Suchtstiftung wünscht Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Wechsel ins Jahr 2019!

Fotografie: Deutsche Suchtstiftung.

Rückblick auf die Veranstaltungsreihe „Abhängig! Von neuen und alten Süchten“

Der Jahresrückblick der Deutschen Suchtstiftung steht noch aus aber es ist jetzt schon absehbar, dass die Vortragsreihe zum Thema ‚Sucht‘ ein Highlight im Jahr 2018 war.

In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg (DAI) konnten vier Veranstaltungen realisiert werden, welche auf ein breites Spektrum an Themen und Formaten für und mit dem interessierten Publikum eingehen konnten.

Nach einer überaus erfolgreichen Auftaktveranstaltung mit Prof. Dr. med Franz Vollenweider, welcher über Psychedelika in der Depressionstherapie sprach, konnten die folgenden Veranstaltungen problemlos daran anknüpfen.

Am 27. November diskutierten Prof. Dr. rer. nat. Volker Auwärter, Dr. med. Bert te Wildt und Prof. Dr. med. Falk Kiefer – Vorstandsmitglied der Deutschen Suchtstiftung – unter anderem über neue und stoffungebundene Süchte als auch über die schwierige Frage über die Abgrenzung einer Abhängigkeit zu ‚gemäßigtem‘ Konsum. Dabei konnte die Thematik aus unterschiedlichen Berufsfeldern beleuchtet werden, da sowohl ein forensische Toxikologe (Auwärter), ein Psychotherapeut, Online-Suchtforscher und Autor (te Wildt) sowie der Ärztliche Direktor einer Suchtklinik (Kiefer) in einen Dialog traten. Moderiert wurde dieser von Herrn Joachim Müller-Jung (FAZ). Nach der Expertenrunde wurden über 30 Minuten lang gemeinsam mit dem Publikum weitere Aspekte diskutiert und tiefergehenden Fragen nachgegangen.

Mit einem etwas anderen Format stieß am 04. Dezember die folgende Veranstaltung gleichermaßen auf breites Interesse. Norman Ohler ist ein bekannter Autor,  dessen Buch ‚Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich‘ nicht nur in New Yorker Buchhandlungen zu finden ist, sondern nun auch dem Heidelberger Publikum vorgestellt wurde. Im gemütlichen Ambiente der Bibliothek des DAI Heidelberg las Norman Ohler aus seinem 2015 erschienenen Buch. Begleitend berichtete er von seiner Recherche, den dabei geführten Gesprächen und ging ebenso im Rahmen eines Austauschs auf Fragen der Zuhörer ein.

Die Veranstaltungsreihe wurde am 13. Dezember mit einem Dialog der Journalistin Ingrid Thoms-Hoffmann und dem ärztliche Alkoholforscher Prof. Dr. med. Helmut K. Seitz abgeschlossen. Sie stellten ihr Buch ‚Die berauschte Gesellschaft‘ vor und gingen dabei tiefer auf Risiken des Alkoholkonsums und Erkenntnisse aus der Forschung ein. Folgend veröffentlichte Sebastian Riemer am 16. Dezember 2018 in der Rhein-Neckar-Zeitung einen Artikel.

Die Deutsche Suchtstiftung bedankt sich bei den Mitarbeitern des DAI für die Kooperation und Organisation der Veranstaltungsreihe. Ebenso bedanken wir uns bei allen Interessierten. Sie haben uns durch Ihr Erscheinen, Ihre Fragen und regen Diskussionen in unserer Arbeit bestärkt!

Fotografien: Fenja Zeppai.

Erfolgreiche Eröffnung der Reihe „Abhängig! Von neuen und alten Süchten“

Bepackt mit spannendem Hintergrundwissen über Psychedelika, deren Einsatz in der Depressionstherapie sowie etwas Jetlag, legte Prof. Dr. med. Franz Vollenweider am 13. November seinem neugierigen Publikum die neusten, internationalen Forschungsergebnisse dar. Der Vortrag „Psychopilze gegen Depression“ lockte mehr Interessierte an, als zunächst Stühle aufgestellt waren. Kurzerhand schnappten sich daher NachzüglerInnen vorhandene Sitzgelegenheiten erweiterten gemeinsam mit Mitarbeitern des DAI die Runde.

Nach einer Einführung von Adrian Gillmann seitens des DAI und Prof. Dr. med. Falk Kiefer als Vertreter der Deutschen Suchtstiftung, konnte man während des Vortrags von Prof. Dr. med. Franz Vollenweider die sprichwörtliche Stecknadel im Auditorium fallen hören. Anschließend wurden in einem regen Austausch Fragen aus dem Publikum geklärt sowie neue Forschungs- und Behandlungsideen diskutiert. Auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung wurde das Interesse an der Thematik deutlich: Es bildeten sich zahlreiche Diskussionsrunden im Saal.

Wir freuen uns sehr auf die weiteren Veranstaltungen dieser Reihe und laden Sie herzlich am 27. November zum Dialog „Abhängigkeit zwischen harten Stoffen und weichem Verhalten“ ein (Link zur Veranstaltung).

Impressionen des Feuerlein-Symposiums 2018 in Heidelberg

Das Feuerlein Centrum für Translationale Suchtmedizin (feuerleinCTS) hat in einem gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie und der Deutschen Suchtstiftung in Heidelberg organisierten Symposium erörtert, wie es um die Prävention und die Behandlung von Suchterkrankungen steht.

Tabak, Alkohol, Glückspiel und Computerspiele sind Bestandteil des Alltags vieler Menschen. Der Schritt vom Gebrauch zum Fehlgebrauch ist oft klein, und Sucht geht mit starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen einher. Wie steht es um die Prävention und Behandlung von Suchterkrankungen in Deutschland? Das Symposium zur Versorgungsforschung in der Suchttherapie des Feuerlein Centrums für Translationale Suchtmedizin ist dieser Frage am 18.10.2018 im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) nachgegangen.

In diesem Rahmen konnte ein spannender Austausch zur Thematik der  Versorgungsforschung der Suchttherapie stattfinden. Vorträge zu beispielsweise Methoden und Modelle der Versorgungsforschung oder Besonderes Setting der Versorgungsforschung bei Suchterkrankungen, ergänzt durch moderierte und informelle Diskussionen ‚alter Hasen‘ und junger NachwuchswissenschaftlerInnen während der Vorträge und Pausen, führten zu einem erfolgreichem Tag, an dem auch die Deutsche Suchtstiftung gerne beteiligt war.

In drei Sessions befassten sich die ReferentInnen mit Modellen und Methoden sowie spezifischen Aspekten der Versorgungsforschung bei Suchterkrankungen. Neben Forschungsprojekten, die am feurleinCTS umgesetzt werden, wurden Methoden zur Implementierung von Behandlungsstrategien in den Alltag vorgestellt. Am Beispiel Alkohol wurde gezeigt, wie evaluiert werden kann, ob Patientinnen und Patienten im Rahmen der allgemeinmedizinischen und psychiatrischen Behandlung leitliniengemäße Therapieangebote erhalten. Die Experten referierten Erfahrungen aus Akutbehandlung und Rehabilitation aus pflegewissenschaftlicher, psychotherapeutischer sowie medizinischer Sicht. Die Stigmatisierung von Suchterkrankungen, die Beeinflussung von Konsumenten durch Hersteller und Verharmlosungsstrategien standen ebenfalls im Fokus spezifischer Symposiumsbeiträge. Insgesamt zeigte das Symposium klar auf, dass die Beforschung der Versorgung Suchtkranker ein weites Feld mit vielfältigen Herausforderungen und Bedarfen darstellt. Die hohe wissenschaftliche Qualität und Versorgungsrelevanz der Vorträge gepaart mit ausreichender Diskussionszeit bot eine hervorragende Gelegenheit zum interdisziplinären Austausch.

Fotografien: Haubnerfotografie.

Preisträger des Wilhelm-Feuerlein Forschungspreises 2018

Die Deutsche Suchtstiftung gratuliert Frau Dr. rer. medic. Maria Sekutowicz, M.Sc. und Herr PD Dr. rer. med. habil. Dr. phil. Dipl.-Psych. Severin Haug. Im Rahmen des Deutschen Suchtkongresses verliehen die Deutsche Suchtstiftung und die Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt am 19.09.2018 den mit 4.000 Euro dotierten Wilhelm-Feuerlein Forschungspreis.

Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und auf Vorschlag eines unabhängigen Kuratoriums vergeben. Sowohl eine Arbeit aus der Grundlagenforschung oder der Bevölkerungsepidemiologie als auch aus der Anwendungs- oder klinischen Forschung (inkl. Versorgungsepidemiologie) wird dabei gewürdigt.

Frau Dr. rer. medic. Maria Sekutowicz, M.Sc. aus Berlin erhielt den Preis in der Kategorie Grundlagenforschung mit ihrer Arbeit zu ‚Neural response patterns during Pavlovian-to-instrumental transfer predict alcohol relapse and young adult drinking‘. Mit seiner Arbeit zu ‚Efficacy of a Web- and Text Messaging-Based Intervention to Reduce Problem Drinking in Adolescents: Results of a Cluster-Randomized Controlled Trial‘ erhielt Herr PD Dr. rer. med. habil. Dr. phil. Dipl.-Psych. aus Zürich den Preis in der Kategorie klinische Forschung.

Fotografien: Deutsche Suchtstiftung.

Deutscher Suchtkongress 2018 in Hamburg

Deutscher Suchtkongress, 17.-19. September 2018

Auch in diesem Jahr unterstützt die Deutsche Suchtstiftung mit finanziellen Mitteln den Deutschen Suchtkongress, welcher vom 17.09. bis 19.09.2018 in Hamburg stattfindet. Unter dem Motto ‚Sucht interdisziplinär‘ treffen sich ExpertInnen aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Sozialtherapie, Gesellschaftswissenschaften, Pädagogik, Sozialpädagogik und Erziehungswissenschaften. Es findet ein Austausch zu Grundlagenforschung, Behandlung und Prävention von Suchterkrankungen statt. Ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, sowohl in Bezug auf stoffgebundene als auch auf nicht stoffgebundene Abhängigkeiten, gelegt.

Fotografie: Deutsche Suchtstiftung.

Einladung zur Veranstaltungsreihe „Abhängig! Von neuen und alten Süchten“

Wir freuen uns, Sie zur Veranstaltungsreihe „Abhängig! Von neuen und alten Süchten“ einladen zu dürfen!

Im Sinne der Förderung der gesellschaftlicher Akzeptanz von stoffgebundenen und stoffungebundenen Suchterkrankungen und süchtigem Verhalten widmen wir uns in Kooperation mit dem DAI Heidelberg dieser Thematik. Die Veranstaltungsreihe ist in das International Science Festival – Geist Heidelberg eingebunden.

Tickets zu den Veranstaltungen können über die Homepage des Festivals erworben werden. Der reguläre Eintrittspreis beträgt 8/10 Euro. Zur Ermäßigung Berechtigte (Studierende, Schüler, Schwerbehinderte (gegen Vorlage eines entsprechenden Dokuments beim Einlass) und Inhaber des Heidelberg-Passes) zahlen 5/8 Euro, Mitglieder des DAI 4/5 Euro.

 

Am 13. November 2018 beginnt die Veranstaltungesreihe mit einem Vortrag von Prof. Dr. med. Franz Vollenweider über „Psychopilze gegen Depression – Vom Halluzinogen zum Heilmittel“.
Zeit: Dienstag, 13. November 2018, 20:00 Uhr
Ort: DAI Heidelberg. Haus der Kultur
Link zur Veranstaltung

Am 27. November 2018 diskutieren Prof. Dr. rer. nat. Volker Auwärter, Dr. med. Bert te Wildt und Prof. Dr. med. Falk Kiefer im Rahmen eines Dialogs über „Abhängigkeit zwischen harten Stoffen und weichem Verhalten“.
Zeit: Dienstag, 27. November 2018, 20:00 Uhr
Ort: DAI Heidelberg. Haus der Kultur
Link zur Veranstaltung

Am 04. Dezember 2018 spricht der Autor und Journalist Norman Ohler in seinem Vortrag „Der totale Rausch. Drogen im Dritten Reich“ über Rauschgift im Dritten Reich.
Zeit: Dienstag, 04. Dezember 2018, 20:00 Uhr
Ort: DAI Heidelberg. Haus der Kultur
Link zur Veranstaltung

Am 13. Dezember diskutieren die Journalistin Ingrid Thoms-Hoffmann und Prof. Dr. med. Helmut K. Seitz im Rahmen eines Dialogs über „Die berauschte Gesellschaft. Alkohol – geliebt, verharmlost, tödlich“.
Zeit: Donnerstag, 13. Dezember 2018, 20:00 Uhr
Ort: DAI Heidelberg. Haus der Kultur
Link zur Veranstaltung

Feuerlein-Symposium zur Versorgungsforschung in der Suchttherapie 2018

Über Wilhelm Feuerlein und das feuerleinCTS

Wilhelm Feuerlein (1920–2015) hat sich als Arzt und Wissenschaftler für eine bedarfsorientierte, evidenzbasierte und nicht stigmatisierende Behandlung von Suchterkrankten eingesetzt. Als Gründungsmitglied und erster Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) sowie als Mitglied der Psychiatrie-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags hat er maßgeblich an einer verbesserten Versorgung suchtkranker Menschen mitgewirkt. Im Jahr 2017 wurde das Feuerlein Centrum für Translationale Suchtmedizin (feuerleinCTS) gegründet, um diese Tradition der am Patientenbedarf orientierten und zugleich wissenschaftlich fundierten Forschung und Versorgung fortzuschreiben. Das feuerleinCTS ist eine Kooperation des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim und des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden in Wiesloch. Mehr Informationen gibt es hier.

Das feuerleinCTS, die Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie und die Deutschen Suchtstiftung laden ein

Am 18.10.2018 findet das erste Feuerlein-Symposium zur Versorgungsforschung im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) statt. Mit Unterstützung der Deutschen Suchtstiftung wird sich das Feuerlein-Symposium der spannenden Thematik der Versorgungsforschung im hausärztlichen, allgemein-psychiatrischen und suchtspezifischen Setting widmen. Das Symposium geht dabei auf die Methoden der Versorgungsforschung, auf Fragen der praktischen Umsetzung als auch auf aktuelle Daten zu Prävention und Intervention ein. National und international hochangesehene Referenten sollen zur Diskussion und weiteren Forschungs- und Versorgungsbemühungen anregen.

Informationen zum Programm, den Referenten und der Anmeldung können Sie im Flyer des Feuerlein-Symposiums einsehen.