Jahresrückblick 2017

Das Jahr 2017 – und somit auch das erste Jahr der neuen Homepage der Deutschen Suchtstiftung – geht zu Ende. Zahlreiche Vorträge der Vorstände Prof. Bleich, Prof. Kiefer und Prof. Reimer konnten in öffentlichem Rahmen und von Fachpublikum besucht werden. Zudem fungierte die Deutsche Suchtstiftung als Unterstützer des Deutschen Suchtkongresses, der im September 2017 an der Universität zu Lübeck stattfand (Deutscher Suchtkongress 2017).
Die Deutsche Suchtstiftung bedankt sich bei allen Förderern und Interessenten. Wir hoffen, Sie auch im neuen Jahr für Vorträge und Veranstaltungen interessieren zu können oder Ihre Suchtforschung, wie beispielsweise Initiativen, die zur Entstigmatisierung von Suchterkrankungen beitragen, fördern zu dürfen.

Weihnachtsgrüße

Die Deutsche Suchtstiftung wünscht angenehme Feiertage und einen erfolgreichen Start in das Jahr 2018!

Ausarbeitung von Leitlinien im Bereich der Psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen

Die Deutsche Suchtstiftung beteiligt sich aktuell unter Anderem an der Ausarbeitung von Leitlinien zur Behandlung der Medikamentenabhängigkeit unter Federführung der Deutsche Gesellschaft
für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht) sowie an der Ausarbeitung von Leitlinien zur Behandlung der Medien- und Internetabhängigkeit unter Federführung der DG-Sucht.

Vortrag „Sucht im Hirn“ in der Reihe „Hirnerkrankungen – wo stehen wir?“

Im Rahmen einer Kooperation der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erklären Neurowissenschaftler in der Reihe „Hirnerkrankungen – wo stehen wir?“ ausgewählte Erkrankungen des Gehirns. Am 15. Oktober 2017 hielt Prof. Dr. Falk Kiefer am Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg (DAI) einen Vortrag über Sucherkrankungen. Der gut einstündige Vortrag wurde am 20.10.2017 als Video auf www.dasGehirn.info veröffentlich und kann dort kostenfrei angesehen werden. Zudem entstand der Zeitungsartikel „Suchtlöscher“, welcher am 18.10.2017 in der FAZ veröffentlicht wurde. Neben historischem Hintergrund ging Prof. Dr. Falk Kiefer dabei auf Erklärungsmodelle, wie im Gehirn ablaufende Prozesse, sowie Behandlungsmethoden ein und gab Einblicke in die aktuelle Forschung.

Hier den Vortrag „Sucht im Hirn“ ansehen.

Zeitungsartikel „Suchtlöscher“

Im Rahmen der Reihe  „Hirnerkrankungen – wo stehen wir?“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gibt Prof. Falk Kiefer einen umfassenden Überblick zum Thema Suchterkrankungen. Bei der Suche nach der Entstehung einer Suchterkrankung stößt man auf im Gehirn angesiedelte Prozesse. Aufmerksamkeitssteuernde und belohnungsassoziierte Vorgänge, als auch das Zusammenspiel von Neurotransmittern und die Aspekte Präferenz, Motivation und Handlungssteuerung spielen eine Rolle. Der Artikel mit dem Titel  „Suchtlöscher“ erschien am 18. Oktober 2017 (Frankfurter Allgemeine Zeitung/ Nr. 242, FAZ).

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Interview „Kein Mensch wird als Süchtiger geboren“

In einem Interview der Rhein-Neckar-Zeitung mit Prof. Falk Kiefer werden Entstehung einer Sucht, aber auch biologische Mechanismen und gesellschaftliche Bedeutung und Implikationen diskutiert. Das Interview mit dem Titel  „Kein Mensch wird als Süchtiger geboren“ erschien am 12. Oktober 2017 (Rhein-Neckar-Zeitung/ Ausgabe 236, RNZ).

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Zeitungsartikel „Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente“

Die WELT berichtete in einem Artikel vom 13.09.2016 über den Missbrauch von Medikamenten im Rahmen der Forschung von Prof. Jens Reimer. Ein Missbrauch verschreibungspflichtiger Psychopharmaka findet auch in Deutschland statt. So nahmen beispielsweise knapp 10% der Deutschen Opioide ohne Rezept ein. Der Artikel mit dem Titel  „So viele Menschen werfen heimlich Tabletten ein“ kann auf der Homepage der WELT nachgelesen werden.

Verleihung Wilhelm-Feuerlein-Forschungspreis 2016

Der Wilhelm-Feuerlein-Preis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Suchtforschung und Suchttherapie im deutschen Sprachraum.
Im Zuge der zweijährig stattfindenden Verleihung wurde der Preis am 7. September 2016 von der Deutschen Suchtstiftung und der Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt (Oberberg Stiftung) an die Preisträger Frau Dr. rer. nat. Eva Hoch, Herr Priv.-Doz. Dr. med. Bernd Lenz, Herr Professor Dr. rer. nat. Christian P. Müller und Herr Professor Dr. med. Johannes Kornhuber überreicht.