S3 Leitlinie zu medikamentenbezogenen Störungen

Als dritte, aktuell überarbeitete und veröffentlichte Leitlinie ist die S3-Suchtleitlinie zu ‚medikamentenbezogenen Störungen‘ zu nennen. Dieser Überarbeitungsprozess wurde ebenfalls von Deutsche Suchtstiftung unterstützt und federführend durch die DGPPN und DG-Sucht umgesetzt.

Ebenso wie die S3-Leitlinien zu alkoholbezogenen Störungen und Tabakabhängigkeit, richtet sich die aktuelle S3-Leitlinie zu medikamentenbezogenen Störungen an Betroffene, professionell Tätige und im Gesundheits- und Hilfesystem arbeitende Menschen. Als Zielgruppe werden Menschen in ambulanter oder stationärer, beziehungsweise suchtmedizinischer Versorgung angesprochen, welche einen schädlichen Gebrauch oder bereits eine Abhängigkeit von Medikamenten aufweisen.

Die S3-Leitlinie zu medikamentenbezogenen Störungen ist die erste, evidenzbasierte Leitlinie hierzu. Ein Fokus liegt dabei auf der Identifikation von Risikogruppen und auf Empfehlungen bezüglich der Entwicklung von Therapiestrategien als auch der Koordination und Kooperation der Beteiligten.

Die aktuelle Version der S3-Leitlinie zu medikamentenbezogenen Störungen, welche bis Juli 2025 gültig ist, kann auf der Homepage der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) eingesehen werden.



S3 Leitlinie Rauchen und Tabakabhängigkeit

Als weitere überarbeitete und 2021 veröffentlichte Leitlinie ist die S3-Suchtleitlinie zu ‚Rauchen und Tabakabhängigkeit: Screening, Diagnostik und Behandlung‘ zu nennen. Die Deutsche Suchtstiftung unterstütze auch diese Überarbeitung, welche unter Federführung der DGPPN und DG-Sucht durchgeführt wurde.

Ebenso wie die S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen, richtet sich die aktuelle S3-Leitlinie zu Rauchen und Tabakabhängigkeit an Betroffene, professionell Tätige und generell im Gesundheits- und Hilfesystem arbeitende Menschen. Auch ist die Zielgruppe der Betroffenen breit definiert. Ein Ziel ist es, RaucherInnen frühzeitig auf diesen gesundheitlich riskanten Lebensstil anzusprechen. Eine frühzeitige Erfassung einer möglichen Tabakabhängigkeit ist zu empfehlen. Der empfohlene Einsatz von Screenings, Motivierungs- und Frühinterventionsmaßnahmen umfasst auch Bereiche wie den Arbeitsplatz oder Ausbildungsinstitute.

Die überarbeite S3-Leitlinie zu Rauchen und Tabakabhängigkeit ist in der aktuellen Fassung bis einschließlich 2024 gültig.

Die aktuelle Version der S3-Leitlinie zu Rauchen und Tabakabhängigkeit kann auf der Homepage der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) eingesehen werden.



S3 Leitlinie alkoholbezogene Störungen

Die Überarbeitung der S3-Suchtleitlinie zu ‚Screening, Diagnostik und Behandlung alkoholbezogener Störungen‘ wurde zu Beginn des neuen Jahres vorgestellt. Unter Federführung der DGPPN und DG-Sucht unterstütze auch die Deutsche Suchtstiftung diese Überarbeitung.

Die S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen richtet sich an Betroffene (beispielsweise Erwachsene mit einem riskanten Alkoholkonsum), professionell Tätige (beispielsweise Ärzte oder Psychotherapeuten) sowie generell im Gesundheits- und Hilfesystem tätige Menschen. Die Zielgruppe der Betroffenen ist dabei sehr breit definiert, sodass nicht nur erwachsene Menschen, sondern auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie Kinder oder Schwangere, angesprochen sind.

In der überarbeiten S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen, welche in der aktuellen Fassung bis einschließlich 2024 gültig ist, wird auch der Einsatz von Screenings, Motivierungs- und Frühinterventionsmaßnahmen thematisiert. Daneben umfasst die aktuelle Leitlinie auch evidenz- und konsensbasierte basierte Empfehlungen zur Diagnostik, der Behandlung und der Versorgungsorganisation.

Die aktuelle Version der S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen kann auf der Homepage der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) eingesehen werden.

Interview zu Alkoholkonsum seit Beginn der ‚Corona-Krise‘

In einem Interview (hier auf FOCUS online einsehbar) berichtete Prof. Dr. Kiefer über aktuelle Forschungsergebnisse zu Alkoholkonsum während der COVID-19 Pandemie. Er ging dabei auf Faktoren ein, welche sich auf ein Mehr an Alkohol auswirken können, unterschied zwischen ‚höherem Konsum‘ und ‚Abhängigkeit‘ und betonte die Wichtigkeit eines achtsamen Umgangs mit Alkohol und der Annahme sozialer Unterstützung.

Kurzinterview zu Substanzkonsum der eigenen Kinder

In der Ausgabe 10/2020 des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL berichtete Prof. Dr. Jens Reimer in einem Kurzinterview über den Umgang mit Substanzkonsum innerhalb der Familie. Dabei wurde der Stellenwert von Alkohol in unserer Gesellschaft herausgestellt und auf die Fürsorgepflicht der Eltern in Bezug auf einen möglichen Substanzkonsum minderjähriger Kinder hingewiesen. Das Interview schloss mit der Empfehlung ab, nicht nur zu verbieten sondern aktiv das Gespräch zu suchen und über Risiken aufzuklären.

Symposium auf dem DGPPN Kongress 2020

COVID-19 bedingt findet der diesjährige Kongress der DGPPN  in digitaler Form statt. Die Deutsche Suchtstiftung beteiligt sich mit dem Thema Sport und Sucht am Samstag, den 29.11. zwischen 13 und 14 Uhr.

Feuerlein Symposium 2020 findet pandemiebedingt online im November statt

Das 3. Feuerlein-Symposium findet pandemiebedingt als Online-Veranstaltung statt. National und international hochangesehene ReferentInnen präsentieren Perspektiven aus der Forschung und aus der Versorgung er letzten 20 Jahre. Nach vorheriger Anmeldung können im Zeitraum vom 10. bis 30. November 2020 Fachbeiträge als Video und Audio on demand über die Homepage des Feuerlein-CTS abgerufen werden. Die Deutsche Suchtstiftung freut sich, das Feuerlein-Symposium auch in diesem Format unterstützen zu dürfen.

Überarbeitung der Leitlinien zur Behandlung von Tabakkonsum und alkoholbezogenen Störungen

Die Überarbeitung der S3- Leitlinien zu Tabakkonsum und alkoholbezogenen Störungen befindet sich derzeit im fortgeschrittenen Stadium. Wir halten Sie auf dem Laufenden und verweisen auf die jeweils finale Form, sobald diese veröffentlicht wurde. Medizinische Leitlinien, welche auch für die Behandlung von Suchterkrankungen vorliegen, sind Handlungsempfehlungen, die wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig praxisnah sind. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) bietet dabei die Basis für diesen Prozess. Im System der AWMF entspricht die Entwicklungsstufe ‚S3‘ der höchsten methodischen Qualität.